Inventarisieren beginnt bei Fixkosten wie Miete, Versicherungen, Tools und geht weiter zu variablen Projektkosten, Weiterbildung, Beratung und Reisekosten. Füge Zeitbudgets für Vertrieb, Content, Buchhaltung und Nachbetreuung hinzu. Berücksichtige außerdem Abschreibungen, Notfallpuffer und geplante Investitionen. Erst wenn alles auf dem Tisch liegt, können Preise Sicherheit geben statt Zufall abzubilden.
Definiere einen klaren Jahresgewinn, der dein gewünschtes Leben und künftige Wachstumsinvestitionen ermöglicht. Addiere Betriebskosten, Steuern, Vorsorge und Rücklagen. Teile den Betrag durch realistische abrechenbare Stunden oder Projekte. So entsteht ein Mindestpreis, der Verdienen statt Überleben ermöglicht, weil er auf ambitionierter, aber realistischer Zukunftsausrichtung basiert.
Nicht jede Arbeitsstunde ist fakturierbar. Plane großzügig für Akquise, Angebote, Projektmanagement, Qualitätskontrolle und Pausen. Viele Solos unterschätzen diesen Anteil dramatisch. Wer 50 Prozent fakturierbar annimmt, trifft häufig eher die Realität. Diese Ehrlichkeit schützt vor Dumpingpreisen, überfüllten Kalendern und erschöpftem Service, der langfristig Reputation und Marge gleichermaßen beschädigt.
Definiere drei Optionsstufen mit eindeutig wachsendem Ergebnis, nicht nur mehr Deliverables. Stelle sicher, dass jede Stufe ein eigenständiges, attraktives Versprechen trägt. Vermeide Kannibalisierung, indem du Premium echte Transformation gibst, während Basis Sicherheit bietet und Mittelklasse den wahrscheinlichsten Fit für die Mehrheit bildet.
Biete ergänzende Module für spezielle Anforderungen: zusätzliche Iterationen, Expresslieferung, Workshops, Analysen. Preise diese bewusst höher als Paketbestandteile, um Fokus auf Kernwert zu halten. So bleibst du flexibel, ohne in Sonderwünschen zu versinken, und erhöhst zugleich deinen durchschnittlichen Auftragswert durch geplante, hilfreiche Erweiterungen.
Wandle einmalige Projekte in kontinuierliche Begleitung: Monitoring, Optimierung, Reporting, Backlog-Priorisierung. Definiere klare Kontingente, Reaktionszeiten und Governance. Retainer sichern Kapazitäten, schaffen Verlässlichkeit und verteilen Risiko fair. Mit regelmäßigen Review-Terminen belegst du Fortschritt, argumentierst Preisanpassungen und baust tragfähige, partnerschaftliche Beziehungen auf.